VERANSTALTUNGEN

Ausbildung:
Psychologischer Psychotherapeut mit Vertiefung in systemischer Psychotherapie (SYS)

Zur Zeit findet keine Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten in "Systemischer Therapie" am Institut statt. Dies liegt darin Begründet, dass die systemische Therapie noch nicht sozialrechtlich anerkannt ist und eine Refinanzierung über die notwendigen Ausbildungsfälle unter Supervision nicht zu gewährleisten ist. Erst nach erfolgter sozialrechtlicher Anerkennung startet dieser Studiengang. Zur Zeit findet am Institut die Weiterbildung in "Systemischer Therapie" für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichentherapeuten statt.

Der Studiengang wird unter der Federführung von Herrn Dr. Rainer Weber (Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Uniklinik Köln) evaluiert.

Das Institut ist eine nach dem Psychotherapeutengesetz staatlich anerkannte Ausbildungsstätte für den Heilberuf des Psychologischen Psychotherapeuten.

Die Voraussetzung zur Ausbildung ist ein Diplom oder Master in Psychologie (mit einem Schwerpunkt in Klinischer Psychologie).

Die fünfjährige berufsbegleitende Ausbildung führt zum Staatsexamen und anschließender Approbation. Sie gliedert sich in:

Die Theorieausbildung findet in Blöcken Freitag Nachmittags, Samstags und Sonntags in Andernach statt.
Alle praktischen Teile können Wohnortnah absolviert werden.

Wenn Sie die Voraussetzungen nach dem Psychotherapeutengesetz erfüllen und neugierig geworden sind und noch Fragen haben, dann melden Sie sich bei uns. Die Unterlagen dazu entnehmen Sie den nachfolgenden Links.

 

Studienordnung

Ziel der Ausbildung ist das erfolgreiche Ablegen der Staatsprüfung als Voraussetzung zur Approbation zur Psychologischen Psychotherapeutin/zum Psychologischen Psychotherapeuten nach den Bestimmungen des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) sowie der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten (PsychTh-APrV).

I. Allgemeine Ausbildungsbedingungen
II. Voraussetzungen der Ausbildung
III. Das Ausbildungsverhältnis
IV. Pflichten und Rechte der Ausbildungsstätte
V. Pflichten und Rechte der Ausbildungsteilnehmer

I. Allgemeine Ausbildungsbedingungen

Die Ausbildung umfasst: die praktische Tätigkeit die theoretische Ausbildung die praktische Ausbildung unter Supervision und die verfahrensbezogene Selbsterfahrung (Lehrtherapie) Die Ausbildung erfolgt berufsbegleitend und dauert bis zur staatlichen Prüfung mindestens fünf (5) Jahre.

II. Voraussetzungen der Ausbildung

1. Wissenschaftliche Vorbildung

Voraussetzung für die Zulassung zur Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin/zum Psychologischen Psychotherapeuten ist eine

im Inland an einer Universität oder gleichwertigen Hochschule bestandene Diplomprüfung im Studiengang/Master Psychologie, die das Fach Klinische Psychologie einschließt und gemäß § 15 Abs. 2 Satz 1 des Hochschulrahmengesetzes der Feststellung dient, dass der Studierende das Ziel des Studiums erreicht hat, ein in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erworbenes gleichwertiges Diplom im Studiengang Psychologie oder ein in einem anderen Staat erfolgreich abgeschlossenes gleichwertiges Hochschulstudium der Psychologie. 2. Zulassungsverfahren

Anträge auf Zulassung zur Ausbildung sind bei der Geschäftsstelle zu stellen. Über die Zulassung entscheiden Ausbildungsleiter und Geschäftsführung.

III. Das Ausbildungsverhältnis

1. Beginn der Ausbildung

Die Ausbildung beginnt nach Unterzeichnung eines zwischen der Ausbildungsstätte und dem Ausbildungsteilnehmer zu schließenden Ausbildungsvertrags.

2. Ausbildungsvertrag

Der Ausbildungsvertrag regelt Rechte und Pflichten der beiden Vertragspartner. Die Regularien der staatlichen Prüfung werden durch die Ausbildungs- und Prüfungsordnung (PsychTh-APrV) festgelegt, die von Ausbildungsstätte und Ausbildungsteilnehmern gleichermaßen anerkannt werden.

IV. Pflichten und Rechte der Ausbildungsstätte

1. Garantie der Ausbildungsmöglichkeit

Das Institut Rhein-Eifel verpflichtet sich als juristische Person für einen Zeitraum von sieben Jahren (beginnend mit dem Vertragsabschluss) die Voraussetzungen dafür vorzuhalten, dass die Elemente der staatlichen Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten angeboten werden:

a) die praktische Tätigkeit, b) die theoretische Ausbildung, c) die praktische Ausbildung, d) die Selbsterfahrung. e) Abschluss von vertraglichen Vereinbarungen mit geeigneten klinischen Einrichtungen für die praktische Tätigkeit

2. Lehrplan

Das Institut Rhein-Eifel legt für die Durchführung der Ausbildung im vertieften Verfahren einen curricularen Lehrplan vor.

3. Kündigung des Ausbildungsverhältnisses

Die Ausbildungsstätte hat das Recht, den Ausbildungsvertrag vor Beendigung der Ausbildung mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen. Die Kündigung kann insbesondere durch mangelnde persönliche Eignung, die im Verlauf der Ausbildung offenkundig geworden ist, begründet sein. Ebenso berechtigt z.B. das Versäumen wesentlicher Ausbildungselemente über eine Zeitspanne, die die Beendigung der Ausbildung in erheblichem Maße verzögert, zur Kündigung des Ausbildungsvertrags. Eine fristlose Kündigung kann insbesondere durch unethisches Verhalten (Verletzung des Abstinenzgebots) geboten sein. Weitere Kündigungsgründe werden durch diese nicht abschließende Aufzählung nicht ausgeschlossen. Die schon absolvierten Ausbildungsanteile werden dem Ausbildungsteilnehmer bescheinigt.

4. Anmeldung zum Staatsexamen, Nachweis der Ausbildung

Das Institut meldet die Ausbildungsteilnehmer zum Staatsexamen beim Landesprüfungsamt an. Diese erhalten den Qualifikationsnachweis in der jeweiligen Ausbildungsrichtung sowie eine Bescheinigung über die absolvierten Bausteine der Zusatz- und Ergänzungsqualifikation, die während der Ausbildung erworben wurden. Der Anmeldung für das Staatsexamen sind jeweils sechs dokumentierte Falldarstellungen (max. 25 Seiten) beizufügen.

V. Pflichten und Rechte der Ausbildungsteilnehmer

1. Anerkennung der Rechtsgrundlagen, Teilnahme an Ausbildung

Der Ausbildungsteilnehmer verpflichtet sich:

zur Beachtung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung mit Beginn der Ausbildung, insbesondere zur regelmäßigen Teilnahme an den Theorieseminaren, zur Absolvierung der praktischen Tätigkeit, zur regelmäßigen Supervision der Behandlungsfälle und zur Teilnahme an der Selbsterfahrung, zur Versicherung, vor Abschluss der Ausbildung keine Krankenbehandlungen mit dem gelehrten Verfahren ohne Supervision durchzuführen, zum Abschluss einer ausreichenden Berufshaftpflichtversicherung spätestens mit dem Beginn der praktischen Ausbildung, zur strikten Beachtung der beruflichen Schweigepflicht und zur regelmäßigen und zeitnahen Dokumentation ausnahmslose Beachtung des Abstinenzgebots. 2. Unterbrechung der Ausbildung

Der Ausbildungsteilnehmer kann seine Ausbildung mit begründetem schriftlichem Antrag nach Rücksprache mit dem Ausbildungsleiter, wie in § 6 (1), 2 PsychTh-APrV geregelt, befristet unterbrechen. Übersteigt die Unterbrechung vier Wochen, müssen die ausgefallenen Seminarstunden in einem anderen Semester nachgeholt werden.

3. Beendigung des Ausbildungsverhältnisses, Kündigungsfrist

Das Ausbildungsverhältnis endet regelhaft mit der staatlichen Abschlussprüfung. Ausbildungsteilnehmer können mit schriftlicher Kündigung das Ausbildungsverhältnis vorzeitig auflösen. Die Kündigungsfrist beträgt 3 Monate.

4. Zeitliche Abfolge

Die zeitliche Abfolge der Lehrveranstaltungen zur Vermittlung der Grundkenntnisse und der Kenntnisse in der vertieften Ausbildung sowie deren Verknüpfung mit den Angeboten zur praktischen Ausbildung sind im verbindlichen curricularen Lehrplan und den hierzu gehörenden Übersichten geregelt.

5. Abstimmung der Ausbildungselemente mit dem Institut

Die terminliche Planung der praktischen Tätigkeit und ihre Abstimmung mit den übrigen Ausbildungsstellen sind mit dem Ausbildungsleiter zu besprechen und von ihnen zu genehmigen.

6. Anerkennung praktischer Tätigkeit

Hat ein Ausbildungsteilnehmer die in § 2 PsychTh-APrV bestimmten Anforderungen einer praktischen Tätigkeit bereits zeitnah vor seiner Zulassung zur Ausbildung ganz oder in Teilen erfüllt, sind diese nach vorhergehender Rücksprache mit dem Landesprüfungsamt anzuerkennen bzw. anzurechnen. (Voraussetzung ist der abgeschlossene Master und die praktischen Tätigkeiten in die Ausbildung hinein.)

7. Selbsterfahrung

Die Selbsterfahrung ist ein zentraler Bestandteil der Ausbildung Bei der Einzelselbsterfahrung wählt sich der Teilnehmer aus dem Kreise der als Lehrtherapeuten benannten Lehrpersonen des Instituts Rhein-Eifel seinen Lehrtherapeuten aus. Zwischen dem Lehrtherapeuten und dem Kandidaten dürfen keine verwandtschaftlichen Beziehungen und weder wirtschaftliche noch dienstliche Abhängigkeiten bestehen. Die Selbsterfahrung in der Gruppe wird vom Institut organisiert.

8. Dokumentationspflicht

Die während der Ausbildung durchgeführten supervidierten Behandlungen sind regelmäßig zu dokumentieren. Die schriftlichen Aufzeichnungen aus den Behandlungsstunden dienen auch als Grundlage für die Supervisionen. Darüber hinaus sind sie den gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entsprechend mindestens 10 Jahre aufzubewahren. Auf Verlangen der Patienten sind sie diesem unter Fertigung von Kopien herauszugeben. Gleiches gilt für die Einsichtsrechte der Krankenkassen oder deren Beauftragten (z. B. MdK). Außerdem muss die Teilnahme an Vorlesungen und Seminaren im Studienbuch nachgewiesen werden.

9. Abstinenzgebot

Der Ausbildungsteilnehmer ist bestätigt mit seiner Unterschrift, dass er die Regeln der Abstinenz entsprechend § 12 Berufsordnung der LPK RLP ausnahmslos beachtet.

10. Erwerb weiterer Fachkunden

Je nach Studiengang kann eine zusätzliche Ergänzungsqualifikation in der Zeit der Ausbildung erworben werden. Sind die dafür erforderlichen Elemente nicht bereits Gegenstand der Ausbildung, sind diese vom Ausbildungsteilnehmer gesondert zu vergüten.

11. Prüfungsgrundlagen für das Staatsexamen

Mit der Anmeldung für das Staatsexamen sind jeweils sechs dokumentierte Falldarstellungen (max. 25 Seiten) verbunden. Zwei der Falldarstellungen sind Grundlage der mündlichen Prüfung.

Die Institutsleitung

Ausbildungsordnung nach Ausbildungs- und Prüfungsverordnung

Ausbildungsordnung nach Ausbildungs- und Prüfungsverordnung

I. Grundlagen

Die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten/zur Psychologischen Psychotherapeutin mit einer anerkannten Vertiefungs-richtung bei Erwachsenen findet auf der Grundlage des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten (PsychTh-APrV) sowie den gültigen Psychotherapie-Richtlinien statt.

II. Vertiefte Ausbildung

Es werden eingehende Grundkenntnisse in wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren vermittelt. Gegenstand der vertieften Ausbildung (gemäß § 3 und § 4 PsychTh-APrV) ist die

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Tiefenpsychologie/Psychoanalyse, Systemische Psychotherapie oder Verhaltenstherapie bei Erwachsenen..

III. Ausbildungsblöcke

Gemäß § 1 (3) PsychThG umfasst die Ausbildung mindestens 4.200 Stunden, die sich wie folgt aufteilen:

Praktische Tätigkeit: 1.1 Klinisch-psychiatrisches Jahr (§ 2,1) APrV: 1200 Stunden 1.2 Praktische Tätigkeit in der Praxis (§ 2,2) APrV 600 Stunden Theoretische Ausbildung: 600 Stunden 2.1 Grundlagen der Psychotherapie: 200 Stunden 2.2 vertiefte Theorie: 400 Stunden Praktische Ausbildung: mind. 600 Behandlungsstunden, Die Behandlungen finden unter Supervision nach mindestens jeder 4. Behandlungsstunde statt (mindestens 150 Stunden, davon mindestens 50 Einzelstunden die restlichen Supervisionstunden können in der Gruppe erfolgen). Die Supervisionen sind bei mindestens drei Supervisorinnen/Supervisoren abzuleisten. Die Supervisorinnen/Supervisoren müssen vom Institut anerkannt sein. Die Gruppe soll bei Gruppensupervision aus vier Teilnehmern bestehen. Selbsterfahrung: mind. 120 Stunden Die Selbsterfahrung kann in Selbsterfahrungsgruppen (G) oder Einzelform (E) absolviert werden. Sie richtet sich nach dem wissen-schaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren, das Gegenstand der vertieften Ausbildung ist. Gegenstand der Selbst-erfahrung sind die Reflexion oder Modifikation persönlicher Voraus-setzungen für das therapeutische Erleben und Handeln unter Einbeziehung biographischer Aspekte sowie bedeutsame Aspekte des Erlebens und Handelns im Zusammenhang mit einer therapeutischen Beziehung und mit der persönlichen Entwicklung im Ausbildungsverlauf. Die Selbsterfahrung findet bei von der Ausbildungsstätte anerkann-ten Selbsterfahrungsleitern, die als Supervisorinnen/Supervisoren anerkannt sind, statt, zu denen der Ausbildungsteilnehmer keine verwandtschaftlichen Beziehungen hat und nicht in wirtschaftlichen oder dienstlichen Abhängigkeiten steht. Verbleibende freie Stunden 930 Stunden Die verbleibenden 930 Stunden (sog. freie Spitze) können für die weitere Fachkunde und anderer Ergänzungsqualifikationen verwendet werden. (z.B für die Qualifikation in Gruppenpsychotherapie nach den Psychotherapie-Richtlinien oder Weiterbildungen nach der Weiterbildungsordnung (WBO) der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz (LPK RLP).

IV. Organisation der Ausbildung

Die Ausbildung erfolgt gemäß § 5 (1) PsychThG in Teilzeit- oder Vollzeitform und dauert mindestens fünf/drei Jahre. Sie erfolgt kontinuierlich anhand des obligatorischen Curriculums des Ausbildungs-Instituts. Die theoretischen Lehrveranstaltungen finden in Blöcken statt. Alle praktischen Anteile können wohnortnah absolviert werden. Die Patientenbehandlungen, Supervisionen und die Selbsterfahrung laufen kontinuierlich ganzjährig.

V. Ausbildungsformen

Die in dem PsychThG und der PsychTh-APrV enthaltenen Regelungen sind Gegenstand der Studienordnung des Instituts.

VI. Zulassung zur Patientenbehandlung

Die Zulassung zur Patientensicht kann frühestens ein Jahr nach Beginn der Ausbildung erfolgen. Voraussetzung ist, dass die Selbsterfahrung begonnen worden ist und ebenso, dass Kenntnisse in Krankheitstheorie und Behandlungstheorie im für das erste Ausbildungsjahr vorgeschriebenen Umfang erworben worden sind. Über die Zulassung zur Krankenbehandlung entscheidet der Ausbildungsleiter auf Antrag.

Die Institutsleitung

Curriculum der Vertiefung in Systemischer Psychotherapie

Curriculum der vertieften Ausbildung in Systemischer Psychotherapie

gemäß § 6 (1) PsychThG

Vorwort

Das Curriculum wurde gemeinsam mit der Saarländischen Gesellschaft für systemische Therapie und Beratung e.V. konzipiert und ist dem deutschen Psychiater und Psychoanalytiker Prof. Dr. med. Helm Stierlin (Heidelberg) gewidmet. Von 1957 bis 1974 war Helm Stierlin in den USA tätig, mit den Schwerpunkten Schizophrenie, Psychopathologie der Adoleszenz und Familientherapie, zuletzt am National Institute of Mental Health in Bethesda, Maryland.
Paralell dazu nahm er Professuren und Gastdozenturen an verschiedenen amerikanischen Universitäten sowie in Neuseeland und Australien war. Von 1974 bis 1991 war er Inhaber des Lehrstuhls und Direktor der Abteilung für Psychoanalytische Grundlagenforschung und Familientherapie der Universität Heidelberg. Helm Stierlin ist Mitbegründer und war bis 1995 Herausgeber der Zeitschrift Familiendynamik und Autor bzw. Co-Autor von 13 Büchern mit Übersetzungen in 12 Sprachen. Er hat mit der 1974 gegründeten Heidelberger Familientherapie wesentlich zur Entwicklung der systemischen Psychotherapie in Deutschland beigetragen. Ihm ist dieser Studiengang gewidmet.
Seine Forschungsschwerpunkte über psychotische und psychosomatische Störungen, der Ablösungsprozeß in der Adoleszens u.v.m. sind in das Curriculum mit aufgenommen.

Helm Stierlin, Psychoanalytiker und Systemiker:

»… Ich darf sagen, Das Gedankengut der Psychoanalyse wurde für mich damals zu einem Anker, ja einem Sicherheitsnetz, das mir lange Zeit half, darin auch die für mich immer wichtiger werdende Familientheorie und Therapie zu verorten oder, um im Bilde eines Netzes zu bleiben, begrifflich stimmig zu „vernetzen.“ Das gelang mir aber nur bis zu einem Punkt – eben bis zu dem Punkt, an dem mich die Berührung mit dem systemischen Zeitgeist nunmehr für die problematischen Verknotungen, für die Risse und Lücken im psychoanalytischen (Begriffs-) Netz sensibilisierte. Daher dann mein Bemühen, ein neues, in meiner sich ändernden systemischen Sicht der Dinge angemesserenes Netz zu finden oder auch mitzuknüpfen …«

Curriculum

Die Lehrveranstaltungen sind unter Berücksichtigung ihrer didaktischen Reihenfolge angeordnet. In allen Ausbildungsblöcken wechseln sich Vorlesungen, Demonstrationen und Übungen ab:

Vorlesung und Übungen, 16 Stunden

Grundlagen systemischen Denkens I., 16 Stunden
Einführung: Theoretische Grundlagen der Systemischen Therapie

Systemtheorie, 16 Stunden

Kommunikationstheorie, 16 Stunden

Theorie der Terapie I., 32 Stunden
Konsequenzen der Theorie für die Praxis

Theorie der Terapie II., 32 Stunden

Systemische Interviewtechniken, 16 Stunden

Systemische Interventionsstrategien, 32 Stunden

Systemische Settings, 16 Stunden

klientenorientierte Settings

Methodenorientierte Settings

Prozessgestaltung aus systemischer Perspektive, 16 Stunden

Verfahren, 16 Stunden

Projektive Testverfahren Thematischer Apperzeptionstest
(TAT nach Murray):
Vorschlag zur Aufnahme einer weiteren Methode als Basis zur Behebung der gestörten Kommunikation bzw. zur Wiederherstellung bei Verlust der Kommunikation im erkrankten (Familien-)System. Die Methode und Anwendung des TAT wird im Anhang 2 ab Seite 47 näher erläutert.

Systemische Paar- und Familientherapie unter Berücksichtigung von Patchworkfamilien, Pflege- und Adoptivfamilien, 16 Stunden

Anwendungsbereiche Systemische Therapie bei unterschiedlichen Störungsbildern und in unterschiedlichen Kontexten – ICD aus systematischer Sicht und die praktische Anwendung des Gelernten – Kriterien für die Wahl des Settings.

Systematische Therapie bei:

128 Stunden

Gesamt: 400 Stunden

Literaturliste für das schriftliche Staatsexamen

Basisliteratur

 Ergänzende Literatur

 

Zur inhaltlichen Vorbereitung auf die schriftliche und die mündliche Prüfung:

Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP): Gegenstandskatalog: Ausbildungsgang für Psychologische Psychotherapeuten

Zum inhaltlichen Lernen:

Lutz, Wolfgang (Hrsg.), 2010, „Lehrbuch Psychotherapie" im Huber-Verlag

Zur weiteren thematischen Vertiefung, v.a. im Bereich der tiefenpsychologischen und psychoanalytischen Therapie:

Hiller, Wolfgang et al. (Hrsg.), 2010, „Lehrbuch der Psychotherapie" Band 1 (Wissenschaftliche Grundlagen"), Band 2 („Psychoanalytische und tiefenpsychologisch fundierte Therapie") und Band 3 („Verhaltenstherapie"), im CIP-Medien-Verlag

Für den medizinischen Teil:

Köhler, Thomas, 2013, „Medizin für Psychologen und Psychotherapeuten: Orientiert an der Approbationsordnung für Psychologische Psychotherapeuten Taschenbuch" im Schattauer-Verlag

Zur gezielten Vorbereitung auf die Multiple-Choice-Fragen der schriftlichen Prüfung:

Miki Kandale und Kai Rugenstein (Hrsg.), 2014, „Das Repetitorium: für die Abschlussprüfungen zum Psychologischen Psychotherapeuten und zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten"

Hiller, Wolfgang et al. (Hrsg.), 2011, „Psychotherapie-Prüfungsfragen und Antworten: zum Lehrbuch der Psychotherapie mit Simulation der staatlichen Prüfung" im CIP-Medien-Verlag

Mediscript StaR: Kommentierte Examensfragen auf CD-ROM im Verlag Urban und Fischer bei Elsevier (zur Vorbereitung aufs Hammer-Examen der Mediziner: Originalfragen des IMPP für die Bereiche Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie, Pharmakologie; interaktives Lernen, das gut auf die Multiple-Choice-Fragen in der schriftlichen Prüfung vorbereitet. Für uns Psychotherapeuten ist es eine sehr hilfreiche Ergänzung!)

Verbindlicher Kostenplan der Ausbildung (PDF)Anmeldeformular (PDF)