VERANSTALTUNGEN

Institut Rhein-Eifel für die Ausbildung in systemischer Psychotherapie staatlich anerkannt

zugelassen zur staatlich anerkannten Ausbildung am Institut Rhein-Eifel

Nachdem der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie, nach § 11 PsychThG am 14. Dezember 2008 in seinem verabschiedeten Gutachten die Wissenschaftlichkeit der Systemischen Therapie festgestellt hat, erhielt das Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse Rhein-Eifel – Annelise Heigl-Evers Institut – seit Dezember 2009 als erstes Institut bundesweit aus den Händen des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz, den Zulassungsbescheid zur Ausbildung in der Systemischen Psychotherapie, bei Erwachsenen.

Die Systemische Psychotherapie steht somit nun neben den schon anerkannten und zugelassenen Verfahren als weitere Säule wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Methodik und Intervention.

Werner Dinkelbach, Dipl.-Psych. Dipl.-Päd., Leiter des Instituts Rhein-Eifel, hat in einjähriger systematischer Aufbauarbeit die Voraussetzungen geschaffen, die zur Zulassung der Ausbildung in der Systemischen Therapie am Institut Rhein-Eifel geführt haben.

Mit Dr. med. Wilhelm Rotthaus, langjähriger Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für systemische Therapie und Familientherapie sowie Dipl. Sozialpädagogin Barbara Schmidt-Keller und Kolleginnen und Kollegen, lehrende Supervisoren der Saarländischen Gesellschaft für Systemische Therapie (SGST) und Systemischen Gesellschaft (SG) hatte das Institut renommierte Befürworter und Mitstreiter für die Umsetzung des Vorhabens, die Systemische Psychotherapie in das Institut Rhein-Eifel einzuführen, finden können.

Die Zusammenführung von Psychoanalyse und Systemischer Psychotherapie ist ein Meilenstein hinsichtlich psychotherapeutischer Möglichkeiten. Dabei ist die ›Schnittmenge‹, die Wechselwirkung zwischen äußeren und inneren Systemen und die daraus resultierenden Beziehungen zu Anderen und zu sich selbst. Nur durch den Abbruch kommunikativer Barrieren im zwischenmenschlichen Kontext können wir auch weitere tiefgreifende Störungsbilder auffangen. Nicht nur bei den einzelnen Patienten, sondern im gesamten störungsbelasteten System. Dies leisten wir jetzt in unserem Institut einmal mehr mit Einführung der Systemischen Therapie. Wir sind jetzt in der Lage, nicht nur zweigleisig zu fahren, mit Psychoanalyse und Systemischer Therapie, wir können ebenfalls in der Ausbildung hinsichtlich beider Therapierichtungen für einen regen interaktiven Austausch sorgen. Das war in dieser Form bisher nicht möglich.

Für die zukünftigen Ausbildungskandidaten/-innen des Instituts Rhein-Eifel steht den Teilnehmern und Teilnehmerinnen nun ein Institut offen, indem bundesweit eine wechselbezügliche Bereicherung durch die Psychoanalyse und die Systemische Psychotherapie, sowie die Verhaltenstherapie, als drei anerkannte Psychotherapeutische Verfahren, belegt werden können.

Mit einer Ausbildung in Systemischer Therapie beginnen wir allerdings erst nach sozialrechtlicher Anerkennung, das Verfahren läuft. Wir gehen davon aus dass die Aufnahme der Systemischen Therapie in die Psychotherapierichtlinien Ende 2016 erfolgen wird. Deshalb beschränken wir uns zum jetzigen Zeitpunkt auf die kammerzertifizierte Weiterbildung in Systemischer Therapie.

Der erste Studiengang dazu steht dann unter der Schirmherrschaft von
Prof. Dr. med et. phil. Helm Stierlin, Heidelberg (Biographie).

Das Curriculum für den Ausbildungsgang Systemische Therapie können Sie hier einsehen.

Die Institutsleitung